Diagnostik

Diagnose von Demenzerkrankungen

Die Diagnose gibt eine medizinische Erklärung für die Leistungseinschränkungen und Verhaltensänderungen und schafft Klarheit, auch in Bezug auf geeignete Therapiemaßnahmen.
Störungen des Gedächtnisses und des Denkvermögens können viele verschiedene Ursachen haben. Einige davon sind behebbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, zum Beispiel Depression, Schilddrüsenunterfunktion oder Wirkungen bestimmter Medikamente. Die medizinische Diagnose ist die Voraussetzung dafür, dass der Kranke und seine Angehörigen die Zukunft planen und zu gegebener Zeit die notwendigen Entscheidungen treffen können.

Wie geht der Arzt vor?

Zuerst stellt der Arzt fest, welches Muster von Leistungseinschränkungen und Verhaltensänderungen vorliegt. Dazu braucht er folgende Angaben einer Bezugsperson:

  •     Zeitpunkt und Art erster Symptome
  •     bisheriger Verlauf
  •     gegenwärtige Symptome
  •     Beeinträchtigung im Alltag
  •     Problematische Verhaltensweisen
  •     Vor- und Begleitkrankheiten
  •     eingenommene Medikamente
  •     Schul- und Berufsausbildung
  •     Krankheiten in der Familie

Die zweite wichtige Informationsquelle ist die Untersuchung des Kranken. Der Arzt muss eine Prüfung von Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit durchführen. Dazu wird er manchmal bestimmte Tests einsetzen. Der Arzt achtet auch auf Unaufmerksamkeit, Depression, Angst, starke Stimmungsschwankungen, Unruhe, Antriebslosigkeit und andere Verhaltensänderungen. Auf dieser Stufe des diagnostischen Vorgehens muss das typische Symptommuster der Alzheimer-Krankheit von ähnlichen Zustandsbildern abgegrenzt werden.
An die Feststellung des Symptommusters schließt sich die Klärung der Ursache an. Die Alzheimer-Krankheit ist durch ein schleichendes Einsetzen und eine allmähliche Zunahme der Symptome gekennzeichnet. Körperliche Symptome gehören im frühen und mittleren Stadium nicht zum typischen Erscheinungsbild. Gedächtnisstörungen stehen im Vordergrund, die Persönlichkeit bleibt weitgehend erhalten.
Dem Ausschluss anderer Krankheiten dienen körperliche Untersuchungen, Laborbestimmungen und Schichtaufnahmen des Kopfes (Computertomogramm, CT, Magnetresonanztomogramm, MRT, oder Positronenemissionstomogramm, PET).