Unterstützung

                    - Alzheimer Telefon
                    - Telefonische Unterstützungsgruppen
                    - E-Mail-Beratung
                    - Internetseiten der DAlzG
                    - Broschüren
                    - Hinweise zu ethischen Fragestellungen

Einleitung

Etwa zwei Drittel der Demenzkranken werden in Deutschland von ihren Angehörigen zu Hause betreut und gepflegt. Dies ist vielfach sehr anstrengend, deshalb empfiehlt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG), gegebenenfalls die zur Verfügung stehenden Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten zu nutzen.

Zunächst ist es sehr wichtig, sich frühzeitig über Demenzerkrankungen und mögliche Hilfen vor Ort zu informieren. Die Alzheimer Gesellschaften und andere Beratungsstellen bieten kostenlose Beratung an, informieren über Hilfsangebote und versenden Informationsmaterialien. Hilfreiche Entlastungsangebote sind z.B. Helferinnenkreise. Geschulte Helferinnen machen mindestens einmal pro Woche einen Hausbesuch, um die Angehörigen zu entlasten.
In Betreuungsgruppen werden Demenzkranke an ein oder zwei Nachmittagen in der Woche betreut. Um die häusliche Versorgung von Demenzkranken aufrecht zu erhalten, kann auch die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes hilfreich sein oder der Besuch einer geronto-psychiatrischen Tagespflege.
Einige Alzheimer Gesellschaften und inzwischen auch andere Anbieter organisieren Urlaubsreisen für Demenzkranke und ihre Angehörigen.
Damit Angehörige auch einmal länger ausspannen können, gibt es Kurzzeitpflegeeinrichtungen, in denen Demenzkranke bis zu vier Wochen im Jahr versorgt werden können. Wenn die Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist, ist zu empfehlen sich rechtzeitig nach einem Pflegeheim umzusehen, das eine gute Betreuung und Pflege Demenzkranker leistet. Hierzu können Beratungsstellen wertvolle Hinweise geben.
Der gegenseitige Austausch mit Gleichbetroffenen ist in Angehörigengruppen möglich. In diesen Gruppen treffen sich pflegende Angehörige, um über ihre Situation zu sprechen, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu entlasten.
Leider stehen noch nicht alle der hier aufgeführten Möglichkeiten flächendeckend in Deutschland zur Verfügung. Welche Angebote es an Ihrem Wohnort gibt, darüber informieren Sie die regionalen Alzheimer Gesellschaften oder andere Beratungsstellen.

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Unterstützungsangebote der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG)

Als Bundesverband von Alzheimer-Landesverbänden sowie von regionalen und örtlichen Gruppen bietet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. eine Reihe von überregionalen Serviceleistungen an:

Alzheimer Telefon 01803-17 10 17

(9 Cent/Minute aus dem dt. Festnetz)

Beratungszeiten: montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 09.00 bis 15.00 Uhr. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bietet an fünf Tagen in der Woche telefonische Beratung und Information für Betroffene, Angehörige, ehrenamtlich und beruflich Engagierte zur Betreuung und Pflege, zu rechtlichen und finanziellen Belangen, zu Entlastungsangeboten sowie zur Gründung von Selbsthilfegruppen an. Bei Bedarf können auch Beratungstermine außerhalb der Sprechzeiten vereinbart werden.

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REDEZEIT

Telefonische Unterstützungsgruppen

 

REDEZEIT - Telefonische Unterstützungsgruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz.
Im laufenden Modellversuch der Universität Leipzig finden alle zwei Wochen per Telefonkonferenzschaltung durchgeführte Angehörigengruppen mit einer Länge von 60 Minuten statt. Über einem Zeitraum von drei Monaten werden insgesamt sechs telefonische Angehörigengruppensitzungen durchgeführt. Diese werden durch Psychologen der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig geleitet, die über umfassende Erfahrungen in der Angehörigenarbeit und im Demenzbereich verfügen.

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E-Mail-Beratung


Fragen zur Krankheit, zu regionalen Beratungsstellen oder im Zusammenhang mit dem Kompetenznetz können Sie an die E-Mail-Beratung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft richten. Ihre Fragen werden innerhalb von 48 Stunden (wochentags) von geschulten Beraterinnen des Alzheimer-Telefons beantwortet.

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Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft


www.deutsche-alzheimer.de

Auf den Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft finden Sie umfangreiche Informationen über die medizinischen, sozialen und rechtlichen Aspekte der Alzheimer-Krankheit und anderer Demenzformen. Ferner wird auf Adressen und Veranstaltungen hingewiesen. Sie können online Broschüren bestellen. Auch eine Beratung im "Chatroom" ist möglich.

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Broschüren


Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft gibt eine Reihe von Broschüren heraus, die sich speziell an pflegende Angehörige wenden. Etwa den kostenlosen Ratgeber "Das Wichtigste über die Alzheimer-Krankheit" oder die Broschüre "Leitfaden zur Pflegeversicherung" (4,50 Euro). Eine vollständige Liste der Veröffentlichungen finden Sie im Internet unter der Rubrik Broschüren zum Bestellen. Sie können per E-Mail, schriftlich oder telefonisch bestellen und erhalten das Gewünschte per Rechnung.

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Hinweise zu ethischen Fragestellungen


In der Betreuung und Pflege von Demenzkranken treten immer wieder auch schwierige ethische Fragen auf. Um Angehörigen und anderen Pflegenden in solchen Situationen Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, hat der Arbeitsausschuss "Ethik" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft eine Reihe mit Empfehlungen erarbeitet. Sie finden diese Empfehlungen auf den Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in der Rubrik "Ethische Fragestellungen".

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Regionale Alzheimer Gesellschaften und Angehörigengruppen

Die Adressen der regionalen Gesellschaften können Sie über die Internetseiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft oder telefonisch erfahren.