Über uns

Einleitung

Zurzeit leiden schätzungsweise eine Million Deutsche an einer Demenz. Jährlich treten circa 200.000 Neuerkrankungen auf. Prognosen zufolge wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2030 mehr als verdoppeln. Entscheidende Fortschritte in der medizinischen Versorgung von Demenzkranken werden vor allem von einer zielgerichteten Bündelung der Forschungsaktivitäten, einer verbesserten Frühdiagnostik, wirksameren Therapien und vom Auf- und Ausbau kooperativer Versorgungsstrukturen erwartet. Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenznetz Demenzen an.

Das Kompetenznetz Demenzen ist ein bundesweiter Zusammenschluss von - auf dem Gebiet der Demenzforschung führenden - universitären Einrichtungen (siehe Standorte). Erweitert wird dieses "horizontale Netz" durch den Aufbau eines "vertikalen Netzes", das regionale geriatrische Klinikabteilungen, niedergelassene Fach– und Allgemeinärzte sowie Selbsthilfegruppen Pflegender von Demenzkranken einschließt. Darüber hinaus findet eine Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem Gesundheitssektor (z.B. Pharmafirmen) statt.

Durch die Beteiligung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. sollen zudem Erfahrungen von Betroffenen und deren Angehörigen bzw. Pflegenden in die Arbeit des Kompetenznetzes einfließen und gleichzeitig die Bevölkerung besser über demenzielle Erkrankungen und Hilfsmöglichkeiten sowie über neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse informiert werden.

Das "Kompetenznetz Demenzen e.V." gehört zu den Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden.

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Zentrale Ziele

  • Effektivere Gestaltung der Demenzforschung durch gezielte Projektkoordinationen und interdisziplinäre Kooperationen
  • Erarbeitung bundesweit einheitlicher Richtlinien für die Diagnostik und Therapie demenzieller Erkrankungen
  • Entwicklung wirksamerer Therapien, durch die der Verlauf der Erkrankung stärker als bisher zeitlich hinaus gezögert oder im besten Fall gestoppt werden kann
  • Gewinnung neuer Erkenntnisse über die Entstehung und den Verlauf demenzieller Erkrankungen durch die Identifizierung von Frühsymptomen und Risikofaktoren
  • Verbesserung der Früherkennung und Therapie demenzieller Erkrankungen durch Hausärzte
  • Aufbau geeigneter Kommunikationsstrukturen zur raschen, praxisbezogenen Umsetzung von Forschungsergebnissen und zum verbesserten Wissensaustausch zwischen Forschung und medizinischem Alltag
  • Aufbau regionaler Netze zwischen Gedächtnisambulanzen, Allgemeinkrankenhäusern, Bezirkskrankenhäusern, Nervenärzten, Allgemeinärzten und Patientenorganisationen zur Förderung einer engen Zusammenarbeit zwischen Patienten, Angehörigen, Ärzten und Wissenschaftlern
  • Information der Öffentlichkeit, des Fachpublikums und der Betroffenen über die Arbeit, die Publikationen und Forschungsergebnisse des Kompetenznetzes Demenzen sowie über Veranstaltungen und Informationsangebote Dritter
    - durch Presse- und  Öffentlichkeitsarbeit
    - durch das Internetangebot www.kompetenznetz-demenzen.de
    - sowie mit Hilfe von anderen Veranstaltungen und Medien.
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Forschungsvorhaben

Die Forschungsvorhaben des Kompetenznetzes sind in drei Schwerpunkte (Module) gegliedert:

  • Modul E1 - "Früherkennung und Diagnostik von Demenzen" zentrale Leitung: Prof. Dr. Johannes Kornhuber und Prof. Dr. Jens Wiltfang (Erlangen)
  • Modul E2 - "Medikamentöse Therapiestudien" zentrale Leitung: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Isabella Heuser (Berlin) und Prof. Dr. Lutz Frölich (Mannheim)
  • Modul E3 - Früherkennung, genetische Prädisposition und hausärztliche Versorgung von Patienten mit Leichten Kognitiven Beeinträchtigungen und Demenzen zentrale Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Maier (Bonn) und Prof. Dr. Hendrik van den Bussche (Hamburg)
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Standorte der Zentren

 

Standortinformationen:

hier finden Sie eine Auflistung der in den KND- Zentren angebotenen Gedächtnissprechstunden mit Adressen, Telefonnummern und ggf. Kontaktpersonen.

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Sponsoren

Das Kompetenznetz Demenzen wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jährlich 2,55 Millionen Euro gefördert.

Bei den im Rahmen des Kompetenznetz Demenzen durchgeführten klinischen Studien handelt es sich um "Prüfarzt-initiierte Studien" (investigator-initiated-studies). Der Sponsor dieser Studien ist das Kompetenznetz Demenzen.
Darüberhinaus werden die Studien durch die Bereitstellung der Studienmedikamente (Prüfpräparate) von den beiden Firmen Janssen-Cilag GmbH und Merz Pharmaceuticals GmbH unterstützt.